Heart of Wallonia: Gelungene Team-Premiere für Thierry und Romane

Am 6. und 7. Juni gingen Thierry und Romane in Huy bei der CrossFit-Competition Heart of Wallonia in der Kategorie Mixed Intermediate an den Start. Für die beiden war es die erste Competition gemeinsam als Team.

Die Vorbereitung

Auch wenn beide bereits Wettkampferfahrung mitbrachten, ist die Dynamik bei einer Partner Competition noch einmal etwas ganz Besonderes: Wer übernimmt welche Aufgaben? Wie teilt man sich die Wiederholungen auf? Und wie unterstützt man sich gegenseitig, wenn die Beine langsam schwer werden?

Genau diese Fragen mussten Thierry und Romane an diesem Wochenende gemeinsam beantworten und zeigen, wie gut sie als Team funktionieren.

Die Vorbereitung auf den Wettkampf ist sehr strukturiert verlaufen. Während beide individuell an ihren jeweiligen Schwächen arbeiteten, rückte mit näherkommendem Wettkampftermin das gemeinsame Training immer stärker in den Fokus.

„Je näher die Competition rückte, desto häufiger haben wir zusammen trainiert und verschiedene Partner-WOD-Situationen durchgespielt. Dazu kamen auch einige Wettkampf-Simulationen mit mehreren Workouts hintereinander“, erzählt Thierry.

Auch Coach Mark sieht die Entwicklung von Thierry als einen wichtigen Faktor für die erfolgreiche Competition:

„Thierrys Entwicklung im letzten dreiviertel Jahr ist bemerkenswert. Nächstes Jahr wird er 40 und wir haben sein Training immer weiter angepasst, damit er sich auch von intensiven und schweren Einheiten gut erholen kann. Er war dabei unglaublich konsequent, hat regelmäßig Feedback eingeholt und kontinuierlich an sich gearbeitet. Auch sein Trainingsumfeld hat ihn definitiv stärker und leistungsfähiger gemacht.“

Der Weg zum Wettkampf war dabei nicht immer einfach. Romane hat die Zusammenarbeit mit Thierry besonders geholfen: „Die Team-WODs haben mir geholfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wir haben viel kommuniziert und durch Thierrys ruhige Art ist mein Stresslevel schnell gesunken.“ 

2 Tage voller Herausforderungen

Das 2-tägige Wettkampfprogramm hatte einiges zu bieten: schwere Lifts, Gymnastics, Ausdauer-Elemente und Workouts, die sowohl körperlich als auch mental fordernd waren.

Für Thierry war vor allem die gute Vorbereitung ein entscheidender Faktor: „Unsere Taktiken basierten auf dem, was wir im Training erarbeitet hatten, und ließen sich gut umsetzen. Es gab nichts Ungewisses und dadurch auch keinen unnötigen Stress. Der Fokus stand die ganze Zeit im Vordergrund.“ 

„Kurz vor den Events war ich jedes Mal extrem nervös. Aber sobald der Countdown vorbei war, war der Stress weg. Man denkt nicht mehr nach, sondern macht einfach. Dieses Gefühl auf dem Competition Floor ist schwer zu beschreiben, aber genau das liebe ich an Wettkämpfen“, erzählt Romane.

Ein Workout bleibt besonders in Erinnerung

Sowohl für Romane als auch für Thierry war schon das erste Workout am Samstagmorgen ein persönliches Highlight (genaue Infos zum Workout gibt’s tiefer).

„Das war pure Action und hatte alles, worum es im CrossFit geht: Rhythmus, Kraft, Skills, Synchronität und Flow. Wir hatten eine feste Strategie und sind bewusst ruhig gestartet. Während andere Teams an uns vorbeigezogen sind, sind wir bei unserem Plan geblieben. Bei den Double Unders konnten wir dann mehrere Teams wieder überholen.“

Besonders in Erinnerung blieb Thierry der abschließende Lift unter Zeitdruck: „20 Sekunden vor Schluss stand nur noch die Hantel vor mir. Tief durchatmen, Spannung aufbauen, die Hantel vom Boden ziehen - und geschafft.“ Auch für Romane war der Kraftteil des Workouts etwas Besonderes: „Ich hätte nie gedacht, dass ich den Complex mit 55 kg trotz der ganzen Nervosität vor dem Workout schaffen würde.”

Ein Wochenende, das Lust auf mehr macht

Mit Platz 26 von 46 konnten sich Thierry und Romane in einem starken Teilnehmerfeld behaupten. Noch wichtiger als die Platzierung waren jedoch die Erfahrungen, die sie an diesem Wochenende gesammelt haben: als Team zusammenzuwachsen, neue Herausforderungen zu meistern und gemeinsam an die eigenen Grenzen zu gehen.

Für Romane bleibt vor allem die Unterstützung durch die Community in Erinnerung. „Der Support von allen Seiten hat mir wieder gezeigt, warum ich diesen Sport liebe. Zu sehen, wie viele Menschen dieselbe Leidenschaft teilen und sich gegenseitig unterstützen, war etwas ganz Besonderes.“

Auch Mark blickt positiv auf das Wettkampfwochenende zurück: „Der Druck ist einfach niedriger, wenn man eine Competition “for fun” macht. Natürlich bleibt es ein Wettkampf und man gibt alles auf dem Competition Floor, man will schließlich sein Bestes geben und seine eigenen Grenzen versetzen. Aber oft kämpft man vor allem gegen sich selbst und die eigene Komfortzone – unabhängig davon, was in den anderen Lanes passiert. Ich denke, wir nehmen auch wieder viel Teamgeist und eine gestärkte Community mit. Es sind einige Supporter nach Huy gekommen, um anzufeuern und zu unterstützen.“

Genauso nahm Thierry eine wichtige Erkenntnis mit nach Hause: „Während des Wettkampfs musste ich daran denken, wo ich noch vor einem Jahr stand. Da wurde mir bewusst, wie viel Fortschritt in einem Jahr möglich ist. Neue Skills oder PRs sieht man sofort. Aber Ausdauer, Energie und Fokus zeigen sich erst, wenn es darauf ankommt. Man steht nicht still.“

Auch mal Wettkampfluft schnuppern?

Wer selbst einmal Wettkampfluft schnuppern möchte, sollte laut Mark vor allem auf eine gute Vorbereitung setzen:

„Eine solide Fitness-Basis ist die Grundlage. Danach hilft eine spezifische Vorbereitung mit einem Coach oder Trainingsplan, um sicherer in die Qualifikation oder den Wettkampf zu gehen. Man kennt die meisten Bewegungen bereits, weiß, welches Skill-Level gefordert wird (wird bei der Anmeldung vorgeschrieben) und reduziert gleichzeitig das Verletzungsrisiko.“

Sein Rat: Mindestens drei bis vier Monate gezielte Vorbereitung einplanen.

„Eine Competition sollte vor allem Spaß machen. Eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass man den Wettkampf genießen und sein Potenzial bestmöglich ausschöpfen kann.“

WOD 1 im Fokus:

AMRAP 7'

40 DB Hang Snatches (17,5 kg/12,5 kg)
40 Double Unders
30 DB Hang Snatches
40 Double Unders
20 DB Hang Snatches
40 Double Unders

2' Pause

AHAP 4’
1 Deadlift + 2 Hang cleans + 3 Front Squats 

Ein Beispiel für die abwechslungsreichen Anforderungen der Competition war das erste Workout, das Ausdauer, Koordination und Kraft miteinander kombinierte. Zunächst hatten die Teams 7 Minuten Zeit, möglichst viele Wiederholungen aus einer Kombination von Dumbbell Hang Snatches und Double Unders zu absolvieren. Nach einer kurzen zweiminütigen Pause folgte ein dreiminütiger Kraftteil, in dem ein Komplex aus Deadlift, Hang Clean und Front Squat mit möglichst hohem Gewicht (AHAP = As Heavy As Possible) absolviert werden musste.

Noch mehr Eindrücke vom Wochenende – inklusive Fotos, Videos und aller Workouts – gibt es auf der Instagram-Seite von Heart of Wallonia